Manchmal braucht man jemanden, der an einen glaubt.
Da stand sie nun, die Gewinnerin. Charley Ann Schmutzler, ein 1er-Buzzer, gewinnt 2014 die 4. Staffel von The Voice of Germany.
Geschichten wie diese faszinieren mich. Warum hatten nur Michi und Smudo für sie gedrückt? Was ist dann passiert? Hätte sie es auch mit anderen Coaches geschafft?
Dazu gleich mehr.
Als Unternehmerin weißt du, wie wichtig es ist, an dich selbst zu glauben.
Das hilft dir dabei, rauszugehen und zu zeigen, was du anzubieten hast. Genauso bei schwierigen Entscheidungen und an den Tagen, an denen nichts so läuft, wie du möchtest.
Doch gerade als Solokämpferin ist das oft so eine Sache.
Natürlich bist du gut und hast es schon oft bewiesen. Sonst wärst du nicht da, wo du bist.
Und doch. Manchmal kommen Zweifel. Manchmal fällt das Glauben schwer.
Dann hilft es, wenn jemand anderes an dich glaubt.
Dann hilft ein guter Coach.
Gerade arbeite ich mit einer Kundin, die selbst hervorragend coacht. Trotzdem ist sie ein wenig aus dem Tritt gekommen. Doch schon nach einer kurzen Session ist sie wieder aufgeblüht. Sie hat gespürt, wie sehr ich an sie glaube.
Auch Michi und Smudo von den Fantastischen 4 haben an Charley Ann geglaubt, als sich sonst niemand umdrehte. Sie hörten etwas, das den anderen entgangen war. Sie wussten, dass nicht jeder Ton perfekt war. Das lag nicht am fehlenden Können. Charley Ann war einfach nervös.
Und hier konnten die beiden ihre gesamte Erfahrung einbringen.
Bei der Songauswahl setzten sie auf das, was die Kandidatin schon mitbrachte. Sie kommt aus der Schauspielerei. Ihre Stärke war der Ausdruck, das Gefühl in der Stimme. Also bekam sie Songs, in denen sie genau das zeigen konnte.
Die anderen Coaches hätten vielleicht zuerst an der Technik gearbeitet. Das wäre nicht falsch gewesen. Aber Charley Ann brauchte vor allem Vertrauen.
Was in der Blind Audition nach Unsicherheit klang, wurde ihr Markenzeichen. Im Finale sagte Michi Beck, man höre ihre Stimme aus Tausenden heraus.
Am Ende stimmten fast 42 Prozent der Zuschauer für sie. Zweite wurde Lina Arndt, für die sich alle vier Stühle umgedreht hatten.
An Tagen, an denen du nicht an dich selbst glauben kannst, braucht es jemanden, der weiß, wozu du fähig bist.



