Die Lücke im eigenen Denken

Wir sind allein mit unserem eigenen Kopf. Und keiner prüft, was wir denken.


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Enge Felsschlucht mit geschwungenen, rotvioletten Sandsteinwänden, davor der Titel: Die Lücke im eigenen Denken.

Lange Jahre wusste ich nicht, was ich mit mir und meinem Leben anfangen sollte. Ich war verzweifelt auf der Suche nach meinem Sinn.
In dieser Zeit besuchte ich unglaublich viele Seminare und Workshops. Irgendjemand muss mir doch sagen können, was an mir besonders ist und was ich geben kann.

Der Berg meiner Notizbücher wuchs bis zur Decke.
Ich schrieb meine Gedanken auf, beantwortete Fragen. Ich ließ keine Übung aus.

Viel später blätterte ich die alten Notizbücher durch. Es war unglaublich.
Im Grunde hatte ich immer und immer wieder ganz ähnlich Dinge geschrieben.
Im Rückblick war das für mich glasklar.

Die Antwort auf meine Frage war schon die ganze Zeit da.
Ich habe sie mir nur nicht geglaubt.

Kurz gesagt

Wir denken ständig, ohne es zu merken.
Unser Denken beeinflusst aber unser ganzes Erleben. Geprüft wird es trotzdem nicht. Denn das müssten wir bewusst tun.

Genau darum geht es beim Selbst-Coaching und es lässt sich lernen.

Wir prüfen nicht, was wir denken

In der Regel sind wir nicht sehr kritisch mit dem, was wir über uns und unsere Welt glauben.

Wir vermuten, dass die Dinge so sind, wie wir sie wahrnehmen. Und meistens werden wir darin bestätigt.
Ein anstrengender Kunde kommt immer wieder mit neuen Anforderungen.
Das Wetter war am letzten Geburtstag viel besser.
Die Freundin könnte sich auch mal wieder melden.

Wir denken jeden Tag Tausende Gedanken. Oft ziehen sie so schnell durch unseren Kopf, dass wir sie noch nicht einmal bemerken. Doch in Summe prägen sie, wie wir die Welt sehen.
Und je nach Veranlagung denken wir dann, dass jemand hinter uns steht oder hinter uns her ist.

Für gewöhnlich prüfen wir nicht, was wir denken.
Und als Solo-Unternehmerin haben wir kein Team und oft keinen Partner, der unser Weltbild hinterfragt.

Sind wir dann einmal unsicher, suchen wir direkt nach Lösungen. Wir fragen andere um Rat oder buchen Berater, Kurse oder holen noch ein Gratis-Angebot.

Wir möchten wissen, wie andere damit umgehen. Auch wenn sie vermutlich in einer ganz anderen Situation sind.
Kein Wunder, wenn die Lösungen dann nicht zu unserem Problem passen.

Selbstführung beginnt einen Schritt früher

Dabei ist das Problem gar nicht die unterschiedliche Situation.
Das eigentliche Thema ist, wie wir unsere Situation bewerten und was wir uns selbst erzählen.

Wir brauchen die Fähigkeit, unser Denken zu erkennen und es kritisch zu hinterfragen. Damit wir sehen und verstehen, wo wir gerade sind. Diese Form von Selbstführung hilft uns, nicht blind loszulegen, sondern dann gezielt zu handeln.

Selbstführung ist dabei nicht eine Form von Disziplin oder Willenskraft, bei der man sich zusammenreißt. Sie setzt früher an.

Du erkennst, was ist und was du denkst.

In einem Modell, das ich gerne nutze, kann alles, was wir erleben in eine von fünf Kategorien gepackt werden.

  • C: Circumstances. Es gibt bestimmte Tatsachen oder Fakten, denen die meisten zustimmen würden.
  • T: Thoughts. Diese Tatsachen werden von uns eingeordnet und bewertet. Das sind unsere Gedanken dazu.
  • F: Feelings. Nicht die Tatsachen, sondern eben unsere Gedanken dazu erzeugen dann bestimmte Gefühle in uns.
  • A: Action. Diese Gefühle sind unser Antrieb für alles, was wir tun oder nicht tun.
  • R: Result. Und als Ergebnis verändert sich etwas in unserem Leben, ob als gewolltes Ziel oder als ungewolltes Erleben.

Die meisten, die uns Lösungen anbieten, gehen von ihrer eigenen Bewertung der Situation aus. Sie wollen uns helfen, indem sie uns beraten, was wir tun oder sein lassen sollen.

Doch solange wir nicht unseren inneren Antrieb, unsere Gedanken und Gefühle, ändern, arbeiten wir gegen uns selbst.

Selbstführung bedeutet dann, dass wir die Kette oben prüfen, bevor wir etwas entscheiden oder tun. Das passiert durch Selbst-Coaching.

Gut, dass das etwas ist, was jeder Mensch lernen und nutzen kann.
Selbst-Coaching ist eine Fähigkeit, die uns jeden Tag hilft.

Es ist keine Frage von Erfahrung.

Wie beim blinden Fleck im Auge bemerken wir nicht von allein, was wir denken. Wir füllen die Lücke sogar noch mit ähnlichen Gedanken auf.

Da bringen uns weder unser Wissen noch alle unsere Erfahrungen weiter. Der blinde Fleck ist da und bleibt.

In diesem Moment wirken einfache Lösungen und Standard-Ideen umso reizvoller. Sie versprechen eine schnelle Hilfe.
Nur passen sie eben nicht zu komplexeren Situationen.

Viel sinnvoller ist es, wenn wir einen Schritt zurück machen und uns einen besseren Überblick verschaffen. Dazu brauchen wir weder langes Grübeln noch geschäftigen Aktionismus.

Durch Selbst-Coaching können wir die gesamte Situation neu betrachten und das eigene Denken prüfen. Damit können wir die eigene Erfahrung auf eine Weise nutzen, zu der keine allgemeine Empfehlung jemals in der Lage wäre.

Wer sich nicht führt, lässt sich treiben

Mir ging ein Licht auf, als ich damals durch meine Notizen geblättert hatte.
Viel zu lange habe ich mich treiben lassen und bin meiner Routine aus Zweifeln und Unsicherheit gefolgt. Das war meine typische Sicht auf mich selbst.

Ich wünschte, ich hätte mich schon damals bewusst geführt und mein Denken gesteuert. Dann hätte ich mir früher vertrauen und meine Stärken bemerken können. Ich hätte aus einer anderen Haltung heraus entschieden.

Wir haben aus gutem Grund Routinen und festgelegte Abläufe. Diese Art von Autopilot hilft uns bei den vielen täglichen Dingen. Sie brauchen nicht jedes Mal hinterfragt und geprüft werden.

Bei wiederkehrenden Problemen oder grundsätzlichen Themen ist es anders.
Hier wollen wir uns nicht treiben lassen. Wir führen uns selbst und kommen dahin, wo wir sein wollen.

Selbstführung ist für jede Solo-Unternehmerin wichtig, die Ziele hat und sie erreichen will.
Dazu wollen wir wissen, wie wir unsere Welt sehen, damit wir nicht gegen uns arbeiten.

Es geht beim Selbst-Coaching darum, dass wir unser Denken, Fühlen und Handeln in Einklang bringen, und uns so bewusst steuern.

Selbst-Coaching kann man lernen

Niemand soll so lange feststecken wie ich damals. Das muss auch nicht sein, weil jede Selbst-Coaching lernen kann.

In den vergangenen Jahren haben bereits über 800 Menschen diese Methode mit mir genutzt. Ich wende sie selbst fast täglich an.
Wann immer ich Klarheit brauche, nehme ich Papier und Stift und coache mich.

Selbst-Coaching lernen

Ich denke gerade über ein neues Gruppenprogramm nach.

Selbst-Coaching lernen wäre ein 5-wöchiges Online-Programm, bei dem ich diese Methode vermittle.

Das ist die Idee:
Die Teilnehmenden lernen die Grundlagen des Selbst-Coaching Modells, bekommen Antworten auf ihre Fragen und erleben im offenen Coaching, wie die Methode konkret angewendet wird.

Bevor ich das Programm aufsetze, will ich wissen, ob grundsätzlich Interesse besteht.
Schreib mir eine Nachricht

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Astrid von Weittenhiller

Ich arbeite mit erfahrenen Solo-Unternehmerinnen, die Entscheidungen treffen müssen, die ihnen niemand abnehmen kann. Meine Arbeit beginnt, wenn keine Option eindeutig richtig ist.

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