Veränderung braucht Mut. Und zwar viel früher als man meint.
Viele Unternehmerinnen kommen zu mir, weil etwas nicht mehr stimmt. Weil trotz Erfolg eine nagende Unzufriedenheit bleibt. Und meistens steckt dahinter keine fehlende Strategie.
Übersicht:
Auf der Suche nach der falschen Lösung.
Wenn neue Kundinnen zu mir kommen, wissen sie oft selbst nicht genau, was sie wirklich brauchen. In der Regel lasse ich sie erst einmal eine ganze Weile reden.
Sie erzählen mir von ihren Problemen, was sie ändern wollen und was sie schon probiert haben. Es wirkt oft, als ob sie einfach nur eine neue Strategie suchen würden.
Erst im Laufe des Gesprächs wird ihnen klar, dass tatsächlich etwas nicht stimmt. Etwas, das nichts mit dem Wie zu tun hat. Es ist eine nagende Unzufriedenheit, die sie nicht klar benennen können.
Meine Kundinnen sind in der Regel erfolgreiche Unternehmerinnen. Sie haben dafür viel und hart gearbeitet. Sie haben ihr Business gegründet, weil sie mehr Freiheit haben wollten. Und ihnen war klar, dass das am Anfang viel Aufwand bedeutet.
Was nach der ersten Phase passiert.
Diese erste Phase ist ziemlich klar. Es gibt eindeutige Strategien und Herangehensweisen, um aus dem Gröbsten herauszukommen. Das ist nicht immer einfach, aber es ist nicht sehr komplex.
Damit lernen die meisten, dass sie ihre Ziele mit Zeit und Arbeit erreichen können.
Und sie nehmen das in Kauf, weil sie ja später mal die Freiheit haben werden, die sie sich erhofft haben.
Und so arbeiten sie hart. Arbeiten weiter, auch wenn sie sich leer fühlen. Und statt am Abend zufrieden zu sein und sich über ihren Erfolg zu freuen, bleibt immer ein schaler Geschmack. Irgendwas fehlt.
Ich höre immer wieder, dass sie doch stolz sein sollten. Dankbar.
Doch sie erzählen etwas anderes. Sie tun ihren Erfolg ab. Sie vergleichen sich mit anderen, denen es scheinbar so viel leichter fällt, die so viel besser und weiter sind. Das müssen sie zuerst noch schaffen, dann vielleicht...
Die wenigsten hatten sich jedoch Gedanken darüber gemacht, wann "der Anfang" vorbei ist. Sie haben keine klare Definition, was Erfolg konkret für sie bedeutet. Sie wissen nicht, wann sie sich selbst als erfolgreich sehen.
Und ohne eine klare Definition, übersieht man leicht, dass die Anfangsphase bereits hinter einem liegt. In dieser nächsten Phase geht es zunächst nicht um eine neue Strategie. Die ist oft der leichtere Teil.
Zuerst braucht es Mut.
Um die Freiheit zu haben, die du dir vorstellst, muss sich was ändern. Ansonsten läuft alles weiter wie gehabt.
Wir gehen meistens davon aus, dass die Veränderung beginnt, wenn wir Dinge anders angehen. Tatsächlich beginnt die Veränderung, wenn wir uns dazu entscheiden, etwas zu ändern. Das ist für viele der mutigste Schritt.
Dazu brauchen wir die Klarheit und das Bewusstsein, dass es so nicht weitergehen soll. Und das passiert bei meinen Kundinnen oft nicht aus einer Notwendigkeit heraus. Vielmehr ist es ein großer Wunsch, den sie lange ignoriert haben.
Es ist tatsächlich viel mutiger, etwas Gutes aufzugeben, um etwas Besseres zu erschaffen.
Denn wir könnten es ja auch einfach weiterlaufen lassen. Wir könnten wie so viele einfach die nagende Stimme unterdrücken.
Doch wenn wir wirklich ehrlich sind, wollen wir das nicht.
Der Mut, von dem ich am Anfang gesprochen habe, beginnt hier.
Denn es verlangt großen Mut, sich einzugestehen, dass das Gute uns nicht reicht.
Und deshalb fange ich mit meinen Kundinnen mit dem Thema Entscheiden an.



